Start
Über mich
RSS

Admin
Impressions of Namibia

This is just a very small best-off selection out of the 3000 photos we took in Namibia. We still enjoy looking at the photos recalling all the strong impressions of people, wildlife and landscape. And nearly all memories are beautiful or somehow positive like the owerwhelming hospitality in all our accomodations and the incredibly beautiful sky at night. The only uncomfortable challenges we had to survive were cold nights and roads in conditions I hope never to be forced to drive at again.

As you are all aware there are not only good news from southern Africa these days. From the bottom of my heart I wish good luck to all of the people we got to know in Namibia and South Africa. They let us learn so much about this part of the world. And we were lucky to visit some promising projects dedicated to the preservation of endangered species in Namibia: thanks and good luck to Maria Diekmann of the REST (Rare and Endangered Species Trust) in Otjiwarongo and unforgetable Africat in Okonjima.

And now: Enjoy!

Liebe deutschsprachige Landsleute, diese Zeilen sind zwar auf englisch verfaßt, weil nicht alle Namibier und Südafrikaner deutsch lesend verstehen. Aber ich bin sicher, Ihr schaut euch die Fotos trotzdem an. Viel Vergnügen dabei!












24.05.2008 21:31 - posted by romy - Kommentare: 0
Vorbreitungen

Die letzte Woche in JNB ist voll mit Vorbereitungen fuer die Abreise. Verabredungen zu Abschiedsessen jagen einander und es sind wirklich ausgezeichnete Restaurants, in die ich eingeladen werde.
Nebenbei muss ich noch etwas arbeiten, fuer saubere Sachen sorgen und die auf die Gepaeckstuecke verteilen. Die unsinnige Regel fuer Handgepaeck gilt nun auch fuer Fluege im suedlichen Afrika und der Zirkus mit den kleinen Tueten bleibt uns also fuer den Flug in den Urlaub in Namibia nicht erspart.

Aber eigentlich will ich noch gar nicht nach Deutschland zurueck. Da muss ich nur so laestige Dinge tun wie Autofahren neu lernen.

In zwei Tagen muss ich das Land verlassen, da mein Visum auslaeuft. Dies wird also der letzte Eintrag ins Blog sein. Fuer ein paar Wochen ist es noch online. Also dann:
Cheers, take care, see you next time!

31.05.2007 11:54 - posted by romy - Kommentare: 0
Sparkling Waters

Wo und wie verbringt man am besten das letzte Wochenende nach einem so langen Aufenthalt? Ich wollte mir etwas goennen und mal so richtig entspannen. Von dieser Idee hatte ich auch Margaret erzaehlt. Und da sie ebenfalls Lust auf ein Verwoehnwochenende hatte, hat sie ihren Mann eingepackt und wir sind zusammen in die Magaliesberge gefahren. Es war sehr angenehm mal nicht selbst fahren zu muessen und waehrend der 2h Anreise ausgiebig mit Margaret schwatzen zu koennen.

Das Sparkling Waters Hotel ist schon etwas in die Jahre gekommen. Aber es hat alles, was man braucht und es funktioniert auch alles. Der Kellner wird bestimmt froh sein, dass wir nur zwei Tage bleiben. Arnold laesst den Wein zurueckgehen und ich verlange, vom Manager erklaert zu bekommen, was ich am Buffett essen kann und was nicht. Ganz offensichtlich ist man hier nicht so recht auf Allergiker eingestellt und sieht das afrikanisch laessig. Dabei lasse ich aber nicht mit mir spassen. Es sollte ja ein erholsames Wochenende werden.

Was fuer ein Zufall, dass wir in dem Moment nach dem Abendessen das Restaurant verlassen, wo auch die Hotelkatze zur Nachtruhe aufbricht. Ihr Flirt mit Margaret war ein Paradebeispiel, wie gut die Samtpfoten sich auf Menschen einstellen koennen. Arnold war alles andere als begeistert und so hat sich Mieze schnell entschlossen, in meinem Zimemr die Kaffeesahne (aus Deutschland) zu erbetteln. Und gleich danach auf dem Bett Abendtoillette zu halten. Und auf gar keinen Fall bei der Kaelte draussen schlafen zu wollen.

Der Rest des Wochenendes bestand aus vielen angenehmen Anwendungen wie Massagen, Manikuere, Dampfbad usw., viel zuviel Essen, interessanten Gespraechen mit A+M, Katze streicheln und lesen. Einfach nur erholen, das war auch noetig.


31.05.2007 11:51 - posted by romy - Kommentare: 0
Wieder in Johannesburg

Der Manager vom B&B, Bill, wollte unbedingt nochmal im Blog erwaehnt werden. Inzwischen habe ich einiges ueber ihn erfahren. Zum Beispiel, dass er fuenfmal verheiratet war. Margaret, die Eigentuemerin der Gaestehaeuser, war seine erste Frau. Und er arbeitet seit Jahren fuer sie. Die beiden verstehen sich so gut, dass selbst Margarets Mann Arnold gelegentlich nur eine Nebenrolle spielt.

Als ich neulich bei Margaret und Arnold zum Dinner eingeladen war, hat Bill mich abgeholt. Sein 16 Jahre alter Audi hat 300 000 km auf der Uhr und laeuft ohne zu murren. Im Gegensatz zu meinen Mietwagen. Die Karosse hat etliche Schrammen und Beulen, ein Blinker wurde gestohlen und die Handbremse besteht zur Zeit aus einem Ziegelstein. Margaret versucht seit Monaten, Bill zu einem neuen Wagen zu ueberreden. Aber er kann sich einfach nicht trennen.




Der Kauf eines vierten Hauses ist fast abgeschlossen und Bill ist mit den Plaenen fuer den Umbau und den Details fuer die 12 Zimmer, Tagungsraum und Kueche beschaeftigt. Vor ein paar Tagen hat er mir das Grundstueck gezeigt. Da es nur um die Ecke bis dahin ist, habe ich ihn ueberredet, zu Fuss zu gehen. Er geht zwar jeden Tag ins Fitnessstudio, aber zu Fuss einmal um den Block? Typisch Suedafrikaner eben.

25.05.2007 07:19 - posted by romy - Kommentare: 0
Lesotho und Golden Gate

Die Nacht war so kalt, dass die Autoscheiben eingefroren waren. Es ist eben Herbst in Suedafrika.
Um 9.00 war ich schon in Lesotho. Einzige Formalitaet war der uebliche Stempel und gluecklicherweise keine Wartezeit. Lesotho kassiert dann noch R5.00 Parkgebuehren am Grenzuebergang, aber fuer Einreise-Formalitaeten hat sich niemand zustaendig gefuehlt.
Der kleine Ort hinter dem Grenzposten ist eine Katastrophe. Holz- und Blechhuetten, Gemuesestaende neben Farben und Reifen, schrottreife Autos, Busse, LKW und alles voller Menschen. Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Esel, ab und zu ein Maultier oder Pferd, auch mal streunend mitten auf der Strasse. Dieser Dreck, diese Armut, das Gewimmel, das war ein Schock fuer mich.




Zahlreichere Transportmittel als die klapprigen Autos sind Ochsenkarren, Esel oder der eigene Kopf. Bewundernswert und erschreckend zugleich, was die Frauen auf dem Kopf tragen, in den Haenden schleppen und das kleinste Kind auf dem Ruecken festgebunden. Die Landschaft ist wunderschoen selbst im Herbst, aber das Land ...




Zurueck in Clarens habe ich mich vom vielen Autofahren auf einer 2.5h Wanderung erholt. Im Golden Gate National Park sind die Berge bunt. Einfach herrlich. Steile Wege, kaum Besucher und noch weniger Wildlife. Mein Picknick am Mushroom Rock war dementsprechend etwas einsam.
Bevor es dunkel wird, sollte ich noch das Auto aufraeumen. Selbst der Polizist an der Grenze hatte kein Interesse daran, tiefer in das Chaos des Kofferraumes vorzudringen (auf der Suche nach Rauschgift). Aber der Corolla faehrt sich sehr gut, viel angenehmer als die anderen beiden kleinen Autos.




Als ich abends auf dem Weg ins „Outback“ war, habe ich einen grossen Uhu lautlos vorueberschweben sehen. War’s die Kaelte oder der Anblick dieses majestaetischen Vogels , der die Gaensehaut verursacht hat? Der dicke Wirt des kleinen Restaurants hat mir angesehen, dass ich gern den waermsten Platz im Lokal haette. Dort konnte ich auch in Ruhe noch ein paar Seiten in „Krieg und Frieden“ vorankommen. Allerdings mutet es etwas skuril an, mitten im zentralen Suedafrika ausgerechnet ueber den Krieg gegen Napoleon zu lesen.
Der gute Rotwein waermt die Kaelte weg. Ein Glueck, dass ich mich nicht fuer ein anderes Restaurant habe abwerben lassen. Der Salat scheint frisch aus dem Garten gewesen zu sein, die Erbsensuppe nach einem anstrengenden Tag genau richtig und der dicke Wirt einfach herrlich. Die Bilder im Restaurant, Landschaften in Acryl, barocke Stilleben, sind von ihm gemalt. Ich fand sie sehr schoen, auch wenn sie nicht zu unsrer Wohnungseinrichtung passen wuerden.

Clarens scheint ein kleines Mekka der bildenden Kuenste zu sein. Beim Schaufensterbummel um 20.30 (!!) kam ich mir vor wie in einem Museum. Nach ueber 8 Wochen Vorsicht und nur im Auto bei Dunkelheit, ist es merkwuerdig aber erholsam, so spaet sicher und ungestoert in erleuchtete Geschaefte zu blicken, ohne Gitter, Zaeune oder leere Fenster.
Und dann dieser Sternenhimmel... ist das wirklich die Milchstrasse, dei den Himmel als Wolke aus Sternen ueberzieht?

Am Sonntag bin ich die Aussichtspunkte im Nationalpark abgefahren. Die roten Felsen und das gelb-orange Gras bilden einen eigenartigen Kontrast zum strahlendblauen Himmel. Zwei Geier und etliche Paviane waren auf der Suche nach fressbarem.




Der kurze Besuch im Museumsdorf der Basotho war interessant und lustig. Die kleinen Rondavels sind erstaunlich gut klimatisiert.Der Fussboden besteht aus einer getrockneten Kuh-Dung-Mischung und die Waende aus Lehm. Der Chief, hier mit seinem Hut fuer die Entscheidungsfindung, hat eine eigene Huette, einen Berater und mindestens drei Frauen. Der Berater wird beim Dame-Turnier ermittelt. Die Erst-Frau wird von der Dorfgemeinschaft gewaehlt. Die Zweit-Frau wird von der Erst-Frau erwaehlt und erst ab der dritten darf der Chief selbst waehlen. Welche Frau wann fuer ihn sorgen muss und auch bei ihm zu uebernachten hat, regelt ein ausgekluegelter Zeitplan.




Auf der Rueckfahrt ist mir dieser ungewoehnliche Fahrradtransport aufgefallen.




Die beiden Polizeikontrollen, die unterwegs auf „Kundschaft“ aus waren, interessierten sich offensichtlich mehr fuer Schwarze in alten Autos als fuer weisse Touristen aus JNB. Worueber ich auch sehr froh war.

16.05.2007 14:28 - posted by romy - Kommentare: 0